Jagdtrieb

Siebenschläfer © E. SchützKatzen sind Räuber. Einmal mehr hat die vermeindliche Stubentigerin Moustache ihrem Frauchen eine besondere Beute apportiert.   Vorweg sei klar gestellt: das Haustier wird liebevoll gefüttert und hat es eigentlich nicht nötig auch noch Wildtiere zu erlegen, um ihren Nahrungsbedarf zu decken. Auch gibt sie sich gefühlte 20 Stunden täglich dem Schlafen hin, weil die Stubentigerin schon etwas in die Jahre gekommen ist. Aber alle paar Wochen (Frequenz im Sommer deutlich höher!) – als müsste der Beweis erbracht werden – schleppt sie wieder mal einen Fang an. Heute diesen niedlichen Kerl.

In der Tierschutz-Berichterstattung war jüngst zu lesen, dass das Halten von Hauskatzen aus soziobiologischen Gründen möglicherweise nicht artgerecht sei. Denn Büsis haben angeblich gerne Gesellschaft. Das alleine mag sogar stimmen, wenngleich die Hauskatze von der solitär lebenden Wildkatze abstammt, die alleine jagt. Innerhalb der Katzen nutzen einzig Löwen prmanent die Vorzüge des Rudels und leben im Gruppenverband.

Meinen eigenen Beobachtungen zu Folge kann ich nur schliessen, dass Katzen keineswegs unbedingt ein Artgenossen benötigen. Wer oder was ihr als Gefährte gereicht, bestimmen Hauskatzen selber und suchen sich dieses “Objekt der Begierde” nach ihren eigenen Kriterien aus.

Im Zusammenhang nun mit dem Jagdtrieb, der den Katzen auch mit der Domestikation keineswegs abhanden gekommen ist, finde ich es erst recht fragwürdig, gleich mehrere Katzen gleichzeitig zu halten. Die Katzendichte im Siedlungsraum ist enorm, gerade auch, weil Stubentiger selbstständiger sind als Hunde und zum individuellen Lebensstil, der heute gepflegt wird, passen. Und schliesslich ist es gerade die Unnahbarkeit der Katzen, die auch eine Distanz zwischen ihnen und ihren Haltern zulässt. Letztere erlaubt es darüber hinweg zu sehen, dass sich unter dem Fell jedes Stubentigers ein Raubtier verbirgt. Noch nicht überzeugt? Zahlen liefern Fakten

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